25.5.2013
Artikel
08.05.2013
Montagsinfo Nr. 411
Die ungeheuerliche Eiskälte einer Ministerin
Wir dokumentieren hier einen Offenen Brief von Norbert Wiersbin
Sehr geehrte Frau Ministerin, verehrte Frau Dr. Wärme,
erklären Sie doch bitte einem Vater von drei Kindern, wie er in einem durch
Sie bis zum Exzess betriebenen ausufernden Niedriglohnsektor seine Kinder
ernähren und Ihnen eine Zukunft bieten soll. Ich spreche an dieser Stelle
gerne auch von moderner Sklavenarbeit, den sie als Medizinerin wie ein
Krebsgeschwulst nicht nur über Deutschland sondern über Europa
gedeihen lassen. Wie der belgische Wirtschaftsminister Johann Vande Lanotte in
diesen Tagen in einer Beschwerde an die EU-Kommission formulierte. Wie mein
Vater , wie unser Vater über die Runden kommen soll, seine Kinder
ernähren und Ihnen eine Zukunft bieten soll, das beantworten Sie uns nicht,
Frau Ministerin. Für Soziales, für Sklavenarbeit. In diesen Tagen
bleiben Sie immer noch davon überzeugt, dass die neueste Spielart der
Entmenschlichung - Sie nennen das „Werkverträge“ - „dem
Grunde nach“ ok sei. Sie bleiben ja immer kühl in ihrer
Argumentationslinie, in Ihrer Darstellung der Notwendigkeiten.
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06.05.2013
Montagsinfo Nr. 410
Kampagnen-Aufruf Niedriglohn per Tarifvertrag? Schluss damit!
„Tarifverträge sind wichtig: Sie sorgen für bessere Bezahlung
der Beschäftigten und regeln wichtige Belange wie Arbeitszeiten und die
Anzahl der Urlaubstage. Eigentlich konnten sich ArbeiterInnen und Angestellte
bisher immer auf die Tarifverträge der DGB-Gewerkschaften verlassen. Selbst
wenn die Tarifabschlüsse unter den berechtigten Erwartungen der
Beschäftigten lagen, gab es die Gewissheit, dass den Möglichkeiten
entsprechend versucht wurde, gute Ergebnisse zu erzielen. So waren schlechte
Abschlüsse häufig die Folge eines schlechten Organisierungsgrades oder
fehlender Konfliktorientierung.
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06.05.2013
Hartz IV verstößt gegen internationales und nationales Recht
In der anhaltenden und an Schärfe zunehmenden Diskussion um die rechtliche
Bewertung des SGB II (Hartz IV) wird ein unabdingbarer juristischer Grundsatz
nicht ausreichend berücksichtigt. Dieser lautet: Höheres Recht bricht
niedrigeres Recht (lex superior derogat legi inferiori)! Im Rechtskreis des SGB
II findet dieser Grundsatz keine Anwendung, eine Entwicklung, die eindeutig die
Prinzipien jeder Rechtsstaatlichkeit außer Kraft setzt - rechtswidrig, wie
sich zeigen wird, nationales wie internationales Recht eindeutig verletzend. In
dem vorliegenden Exkurs wird der Nachweis geführt, dass niedriges Recht
(das SGB II) schon in seinen Grundzügen sich unerlaubt und ohne
Rechtfertigung gegen höheres Recht stellt und das in einem derart
erschreckenden Ausmaß, dass die Zeit gekommen ist, sich auch auf
gerichtlichem Wege dagegen zur Wehr zu setzen. Dort wo der Rechtsstaat
disponibel wird, systematisch und politisch gewollt, dort ist die Preisgabe der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung bereits auf den Weg gebracht.
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06.05.2013
Montagsinfo Nr. 408
Bundesagentur für Arbeit - Eingangszone
Allensbach/Nürnberg.
Mehr als jeder zweite Deutsche hält an den Vorurteilen von
Hartz-IV-Empfängern fest. Dieses ergab eine repräsentative Umfrage des
Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesagentur für
Arbeit (BA - Nürnberg), welche heute veröffentlicht wurde. Hartz
IV-Empfänger sind zu wählerisch und schlecht qualifiziert. Auch suchen
sie nicht aktiv nach Arbeit oder haben nichts zu tun. So denken 57 Prozent der
befragten Personen ab 16 Jahren. Ja, und arbeiten wollen sie auch nicht, glauben
zumindest rund 40 Prozent.
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02.05.2013
Vor 8o Jahren zerschlugen die Nazis die Gewerkschaften
Der fatale Irrtum.
Vor 80 Jahren schalteten die Nationalsozialisten die Gewerkschaften gleich.
Funktionäre passten sich an - oder gingen in den Untergrund.
Gedenkveranstaltung
Donnerstag, 2. Mai 2013 um 18 Uhr im DGB- Haus Karlsruhe, großer Saal
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27.04.2013
Unsere Antwort: Solidarität!
Kommt zum Info-Stand der DKP am 1. Mai, im Stadtgarten Karlsruhe
Maiaufruf der DKP
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Heraus zum 1.Mai! Der Slogan mag altbacken
klingen, er ist aberhochaktuell und dringend fürunsere Zukunft, für
die Zukunft der Kolleginnen und Kollegen, nicht nur in Deutschland und Europa.
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21.03.2013
Montagsinfo Nr. 407
Montagsinfo Nr. 407: Zehn Jahre Agenda 2010:- Miese Arbeit - „billig wie Dreck“
Ein „Jobwunder“ habe sie bewirkt, Schröders soziale
Konterreform, die er vor zehn Jahren im Bundestag präsentierte. So viele
Jobs wie noch nie, zwei Millionen Beschäftigte (1,7 Millionen Arbeitnehmer
mehr) mehr als im Spitzenjahr 2000 und weniger Arbeitslose. Wundert man sich
allerdings, ob der Arbeitsleistung dieser Mehrarbeiter, denn das Gesamtvolumen
der geleisteten Arbeitsstunden ist gleich geblieben (+ 0,25%). Der Grund?! Immer
mehr Menschen arbeiten in zerstückelten, atomisierten
Beschäftigungsverhältnissen. Das Proletariat wurde zunehmend zum
Prekariat. Mini-Jobber gibt es in der heutigen Form erst seit 2003, die
fünf Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigte
werden in der Arbeitsstatistik als Vollbeschäftigte erfasst.
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21.03.2013
Montagsinfo Nr. 406
Montagsinfo Nr. 406: Gesetzesentwurf zur betrieblichen Ausschnüffelung vorerst im Papierkorb
Nach heftiger Kritik von Datenschützern, des DGB, der Partei „Die
Linke“ und aus Reihen der SPD und Grünen haben CDU/CSU und FDP
kurzfristig die Beratung eines Gesetzentwurfs zur Reform des Datenschutzes in
Betrieben von der Tagesordnung des Bundestags-Innenausschusses gestrichen.
Kauder (CDU) und Brüderle (FDP) werden dazu mit folgenden Worten zitiert:
„Die Fraktionsspitzen wollen überlegen, ob es sich lohnt, für
dieses Gesetzesvorhaben in den Kampf zu ziehen.“ (FAZ 17.1.13).
Offensichtlich gedacht als kleines Wahlkampfgeschenk für die FDP für
die Niedersachsenwahl, erinnerte sich man dann wohl des noch nicht allzu lange
zurückliegenden Desasters um das adresshandelsfreundliche Meldegesetz und
fürchtete eine neuerliche Blamage.
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21.03.2013
Montagsinfo Nr. 405
Montagsinfo Nr. 405: Das Damoklesschwert der Staatsverschuldung
Die Herrschenden zittern vordem Gedanken, die Massenproteste, die sozialen
Bewegungen und Streiks, die heute schon die soziale Stabilität und die
Klassenherrschaft der Bourgeoisie erschüttern, könnten eine wirklich
revolutionäre, kommunistische Stoßrichtung einnehmen. Um dies zu
verhindern hat die Bourgeoisie aus dem Feuer ihrer größten Krise eine
mächtige Waffe geschmiedet: Über der Arbeiterklasse und der gesamten
Bevölkerung schwebt das Damoklesschwert der Staatsverschuldung. Damit zieht
sie die Daumenschrauben für die Arbeiterklasse und die gesamte
Bevölkerung national und international immer härter an. Der
Bundesrepublik Deutschland, seiner nationalen Bourgeoisie, kommt dabei eine
führende Rolle zu. Mit der Schuldenkrise hält der Imperialismus die
Staaten und die Weltwirtschaft fest im Griff.
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18.03.2013
Montagsinfo Nr. 404
Montagsinfo Nr. 404: Erfolgreicher Protest gegen Naziaufmarsch
Mehr als 1000 AntifaschistInnen schränken geplante Mahnwache massiv ein ;
antifaschistische Spontandemonstration trotz Verbot von der Innenstadt auf den
Wartberg; Menschen- und Materialblockaden an allen Aufgängen zum Wartberg;
nur etwa 95 Faschisten bei der Mahnwache - eine ebenso starke Gruppe hat die
Mahnwache nicht erreicht; übermäßiger Einsatz von Pfefferspray
und Schlagstöcken sorgt für mehrere Verletzte.
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