Dieser Entwurf der "Politische Erklärung der DKP" wird auf
dem 17. Parteitag zur Debatte und Abstimmung gestellt.
Er wird im Vorfeld und in Vorbereitung des 17. Parteitages in allen
Organisationsgliederungen der DKP diskutiert.
Auf den Jahreshauptversammlungen der Gruppen sowie den Parteikonferenzen auf
Kreis- und Bezirksebene sollten auf der Grundlage der Diskussion konkrete,
kollektiv erarbeitete Anträge debattiert und beschlossen werden.
Entwurf
Politische Erklärung der DKP
Den Widerstand gegen Kriegspolitik, Sozialkahlschlag und
Demokratieabbau verstärken! - Das Kräfteverhältnis
verändern!
Gegen den Krieg im Jahr 2003 setzten sich
Hunderttausende bei den Protestaktionen ein. Ebenso entwickelt sich gegen die
Politik der Unternehmer und der SPD-Bündnisgrünen heftige Kritik und
Widerstand.
Die Situation hat sich in Deutschland wie international
verändert. Die neuen Gegebenheiten müssen genau analysiert werden.
Den dadurch hervorgebrachten politischen Herausforderungen müssen sich die
Gegenkräfte im Kampf gegen Kriegspolitik, Sozialkahlschlag und
Demokratieabbau stellen. In den Bewegungen ist es jetzt erforderlich, sich
über gemeinsame mittel- und langfristige gesellschaftspolitische Ziele zu
verständigen. Langfristige Bündnisse sind nötig.
Daraus ergeben sich Folgerungen für die politische
Orientierung und die Arbeit der DKP. Wir Kommunistinnen und Kommunisten
müssen dazu beitragen, dass in den aktuellen Abwehrkämpfen - unter
Bedingungen der Defensive - sich eine außerparlamentarische
gesellschaftliche Kraft formiert, die in der Lage ist, die Verhältnisse
aufzubrechen. Um in die Offensive zu kommen, ist eine
außerparlamentarische Opposition erforderlich, die das
Kräfteverhältnis umzukehren in der Lage ist.
1. Die Bundesrepublik vor neuen sozialen Auseinandersetzungen
Die Folgen des Sozialabbaus, der Agenda 2010, werden
vielen erst allmählich bewusst. Höhere Zuzahlungen für
Arzneimittel, der Gebührenzwang bei Arztbesuchen und in Unfallstationen
sind nur einige der sozialen Verschlechterungen, die am Jahresanfang 2004
in Kraft traten. Zu den sogenannten Reformen im Gesundheitswesen kamen in den
letzten Monaten Kürzungen der Renten und vor allem der
Versicherungsleistungen bei Arbeitslosigkeit.
Anfang Februar 2004 meldete die "Bundesagentur
für Arbeit" fast 4,6 Millionen Arbeitslose. Selbst
bürgerliche Medien machten darauf aufmerksam, dass die Statistik
geschönt ist. Sie sagt auch nichts darüber aus, welche Auswirkungen
die neue Gesetzgebungen auf die Lage der Arbeitslosen, vor allem der
Langzeitarbeitslosen, haben wird. Zum 1. Januar 2005 sollen
Regelungen in Kraft treten, die vorsehen, dass für Langzeitarbeitslose
künftig jede Arbeit zumutbar sei. Die Bezahlung kann weit unter den
Tariflöhnen liegen. Der "Niedriglohnsektor" wird ausgebaut.
Nach Angaben der Bundesregierung gab es Ende
September 2002 etwa 4,3 Millionen "Minijobs". Ein Jahr
später waren es bereits 6,7 Millionen.
Die Folge ist zunehmende Armut. Auch die
Lebensverhältnisse der Mehrzahl jener, die noch einen Arbeitsplatz haben,
sind unsicher geworden.
Frauen sind überproportional von Arbeitslosigkeit, Armut
und Sozialabbau betroffen. Selbst die Forderung "Gleicher Lohn für
gleiche Arbeit" ist nicht verwirklicht. Nach wie vor werden Mädchen
in der Bildung benachteiligt. Frauendiskriminierung, Sexismus und Gewalt gegen
Frauen sind gesellschaftliche Wirklichkeit.
Die Agenda 2010 wird die Zahl der Kinder, die vorwiegend
von Sozialhilfe leben müssen, auf 1,5 Millionen treiben. Jedes zehnte
Kind in der Bundesrepublik Deutschland ist davon betroffen.
Dem Schul- und Hochschulbereich werden massiv Mittel
entzogen. Der Zugang zu weiterführenden Bildungsangeboten wird vor allem
Jugendlichen aus armen und sozial schwachen Familien weiter erschwert. Im
Bereich der sozialen Kinder- und Jugendarbeit kürzen Kommunen und
Ländern drastisch die Mittel.
Gleichzeitig fehlen Lehrstellen, werden Ausbildungsstandards
in Frage gestellt.
Der Druck der Unternehmer auf die Tarifautonomie und die
Arbeitsbedingungen der Beschäftigten nimmt zu.
All dies dient dazu, den "Standort Deutschland" fit
zu machen für die Kooperation und Konkurrenz der großen Monopole,
Banken und Versicherungen auf dem Weltmarkt und - wie es in einem
Strategiepapier aus dem Kanzleramt hieß - für die von der
"Globalisierung ausgehenden Veränderungen".
2. Die "neue" Weltordnung des Kapitals
Der Zusammenbruch und die Zerschlagung der sozialistischen
Staaten in Europa, vor allem der Sowjetunion, öffnete dem Kapital den Weg
zur Unterwerfung aller sozialen und kulturellen Bereiche unter seine
Interessen. Bestehende Krisen haben sich verschärft, neue Krisenherde sind
entstanden.
Drei Kernpunkte kennzeichnen die gegenwärtigen
Veränderungen, die der weltweiten Durchsetzung imperialistischer Ziele
dienen. Dies sind
- auf ökonomischen Gebiet die Beschleunigung der Prozesse
der imperialistischen Globalisierung;
- politisch und sozial die Durchsetzung der Ziele des
Großkapitals - vor allem der weltweit agierenden Konzerne und Banken -
durch eine rigorose "neoliberale" Politik. Diese äußert
sich vor allem in der Zerschlagung der von der Arbeiterbewegung erkämpften
sozialen und politischen Rechte der Arbeiterklasse, im Übergang zu einem
neuen Regulationsmodell des Kapitalismus und damit der Schaffung der besten
Verwertungsbedingungen für das Kapital im nationalen bzw. internationalen
Rahmen sowie
- im Rahmen der Außen- und Militärpolitik die Doktrin
der "neuen Weltordnung" zur Absicherung der Ziele des
Großkapitals.
Imperialistische Globalisierung
Karl Marx und Friedrich Engels stellten vor über
150 Jahren im "Kommunistischen Manifest" fest: "Die
Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die
Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen
Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren ... Das Bedürfnis
nach einem stets ausgedehnten Absatz für ihre Produkte jagt die
Bourgeoisie über die ganze Erdkugel."
Heute hat dieser Prozess eine neue Stufe erreicht. Zum ersten
Mal in der Geschichte wird jeder Flecken der Erde in den kapitalistischen
Weltmarkt einbezogen. Alles wird dem Profitinteresse, dem Interesse der
Kapitalverwertung und Profitsteigerung unterworfen. Also auch Bildung,
Gesundheit, Kultur.
Die letzten Schranken der nationalen Märkte werden
beseitigt. Im regionalen Bereich zeigt sich dies am Beispiel EU-Europa.
Der Weltmarkt wird immer mehr zu einem einheitlichen, den
ganzen Globus umfassenden Feld kapitalistischer Konkurrenz. Die weltweit
agierenden Konzerne und Banken, die transnationalen Konzerne, beherrschen heute
weitgehend diesen Weltmarkt. Dabei geht es nicht mehr nur um die Verflechtung
des Handels und der Märkte. Heute ermöglichen wissenschaftliche und
technologische Voraussetzungen die rasche, weltweite Vernetzung der
Produktionsprozesse und Steuerung der Finanzströme. Ohne die
Revolutionierung der Produktivkräfte - vor allem der Informations- und
Kommunikationstechnik, der Biotechnologie sowie der Werkstoffentwicklung -
wäre dies unmöglich.
All dies hat eine neue Dynamik der Konkurrenz in Gang
gesetzt. Nur der "Stärkste" überlebt im Konkurrenzkampf.
Deshalb wird die Entwicklung begleitet von einem technologischen Wettlauf
zwischen den Konzernen und einer Konzentrationsoffensive, die sich in panischer
Betriebsamkeit äußert: Getrieben von der Sorge überholt zu
werden, und dem Zwang ausgeliefert, die eigene Position zu festigen, werden
Übernahmen, Fusionen und Allianzen organisiert.
Ergebnis ist eine neue Stufe der Monopolisierung. Die
weltweit agierenden Konzerne und Banken haben eine bisher nie da gewesene Macht
erlangt. Ihre Umsätze und Profite übersteigen heute das
Bruttosozialprodukt oder zumindest die Haushalte vieler Staaten.
Auch im Kapitalexport dient ein immer größerer
Teil der Auslandsinvestitionen nicht mehr dem Aufbau neuer Produktionsanlagen,
von Finanz-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen, sondern dem Aufkauf bzw.
der Beteiligung an bereits existierenden. Eine andere Tendenz betrifft die
Richtung der Kapitalströme. 85 bis 90 Prozent der Direktinvestitionen
von Großunternehmen werden von der Triade USA, EU und Japan
getätigt. Überwiegend werden sie auch in diesen imperialistischen
Metropolen angelegt. Der Rest der Welt wird insbesondere hinsichtlich moderner
Technologien abgehängt. Von Interesse sind allein ihre Rohstoffe und
andere profitable Ressourcen. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind heute von
wirtschaftlicher Entwicklung ausgeschlossen.
Mit Großfusionen im Banken- und Versicherungsbereich
und dem enorm gewachsenen Einfluss der daraus hervorgehenden Finanzgiganten auf
alle Bereiche des Wirtschaftslebens, mit der in Folge der enormen
Staatsschulden gewachsenen Abhängigkeit der Staaten von den Banken sowie
der Vernetzung der internationalen Finanzströme und der Finanzspekulation
hat das Finanzkapital eine neue Stufe seiner Macht erreicht.
Abbau sozialer und demokratischer Grundrechte
Das reichste Fünftel aller Staaten bestimmt heute etwa
85 Prozent des Weltbruttosozialprodukts und 95 Prozent des Welthandels.
Die drei reichsten Familien in der Welt besitzen über 135 Milliarden
Dollar. Das ist mehr als das jährliche Einkommen von 600 Millionen
Menschen in den ärmsten Entwicklungsländern.
Immer weniger Menschen verfügen über einen immer
größeren Anteil am gesellschaftlichen Reichtum. Über den
Einfluss der weltweit agierenden Konzerne und Banken auf Produktion,
Verteilung, auf die internationalen Finanzmärkte und die Politik haben sie
eine Machtfülle, die keinerlei demokratischer Kontrolle unterworfen ist.
Sie entscheiden letztlich über Krieg und Frieden, über Investitionen
und Massenentlassungen, über Kapitalbewegungen, innerstaatliche und
überstaatliche Gesetzgebung, über die Zukunft ganzer Regionen.
Die transnationalen Konzerne treiben die
Internationalisierung der Arbeit voran. Die jeweiligen Abteilungen der
Arbeiterklasse sollen miteinander konkurrieren, die schlechtesten sozialen und
ökologischen Bedingungen zum Maßstab aller werden. Weltweites Lohn-
und Sozialdumping soll durchgesetzt werden.
Sie wollen eine Weltordnung, die ihre Profitinteressen
sichert. Dies hat Auswirkungen auf die Außenpolitik wie die
Innenpolitik.
Errungenschaften bürgerlicher Demokratie - meist in
harten Auseinandersetzungen durch die Arbeiter- und demokratischen Bewegungen
in den Ländern des Kapitals erkämpft oder zeitweiliges taktisches
Zugeständnis der herrschenden Klasse - werden immer mehr in Frage
gestellt. Die bisherige bürgerlich-demokratische Verfasstheit der Mehrheit
der entwickelten kapitalistischen Staaten wird in absehbarer Zeit nicht mehr
benötigt. Bürgerliche Parteien werden - nach dem Muster der USA -
austauschbar.
Restriktive Herrschaftsformen des Kapitals entstehen oder
werden erprobt: Veränderung von Polizeigesetzen,
Sicherheitsüberprüfungen im öffentlichen Dienst der
Bundesrepublik, zunehmende Überwachung öffentlicher Räume,
Einschränkungen des Versammlungs- und Streikrechts, der reaktionäre
EU-Verfassungsentwurf, das "Heimatschutzministerium" und die
Aushebelung der Rechte Inhaftierter in den USA sind dafür nur einige
Anzeichen. Noch reaktionärere bis hin zu faschistischen
Herrschaftsvarianten werden wieder in Betracht gezogen.
Krieg und Frieden
Solange die sozialistischen Staaten Europas und vor allem die
Sowjetunion existierten, zogen sie Grenzen für aggressive
militärische Abenteuer.
Für die imperialistischen Metropolen besteht heute eine
gemeinsame Hauptaufgabe der Außenpolitik darin, die letzten Hindernisse
für die totale Beherrschung des Weltmarktes durch die transnationalen
Konzerne aus dem Wege zu räumen. Wo ökonomische Hebel und politischer
Druck nicht die gewünschte Wirkung bringen, wird die imperialistische
Militärmaschine in Bewegung gesetzt.
Der von den USA dominierte aggressive Militärpakt NATO
setzt sich rigoros über das Völkerrecht hinweg. Mit Eingreiftruppen,
"Krisenreaktionskräften" und der Umrüstung von
Streitkräften auf weltweite Einsätze soll der Zugang zu Märkten
und Rohstoffquellen gesichert werden.
Mit dem Irak-Krieg im Jahr 2003 versuchten die USA
zugleich, einen weiteren Schritt bei der Durchsetzung der so genannten neuen
Weltordnung unter ihrer politischen und militärischen Vorherrschaft zu
gehen. Es zeigte sich erneut, dass die USA bereit sind, unter Bruch des
Völkerrechts ihre militärische Macht rücksichtslos einzusetzen,
um der Welt ihre Herrschaft aufzuzwingen. Der Irak-Krieg besiegelte zugleich
die langfristig vorbereitete und begründete US-Strategie des
"Präventivkrieges". Krieg wird - auch auf Grund dieser Politik -
weltweit zum permanenten Zustand.
Die Politik der gegenwärtigen USA-Regierung
enthüllt das aggressive Wesen des Imperialismus. Die übrigen
imperialistischen Zentren haben jedoch nichts getan diese Politik zu
zügeln. Im Gegenteil: Sie verfolgen gleiche Ziele, verfügen jedoch
bisher nicht über vergleichbare Machtinstrumente und bevorzugen daher oft
andere taktische Vorgehensweisen.
Die nächsten Kriege werden bereits geplant. Sie bedrohen
das Leben von Millionen von Menschen, in der Konsequenz der ganzen Menschheit.
Der Iran, Syrien, Kuba, die KDVR wurden als Gegner benannt. Die Volksrepublik
China wird strategisch als Konkurrent betrachtet, den es zu bekämpfen
gilt.
Gemeinsamkeiten, Widersprüche und Rivalitäten
zwischen den imperialistischen Metropolen charakterisieren die
gegenwärtige Entwicklung des Kapitalismus. Zunehmender Sozial- und
Demokratieabbau auch in den wirtschaftlich stärkeren kapitalistischen
Ländern, Militarisierung und Krieg, eine zunehmende Destabilisierung und
Barbarisierung aller gesellschaftlichen Verhältnisse, der Innen- wie der
Außenpolitik sind die Folgen. Dagegen muss der Widerstand weiter
verstärkt werden und international das Kräfteverhältnis
verändert werden!
Das Europa der Monopole
Die Europäische Gemeinschaft hat sich zu einem
eigenständigen politischen und militärischen Zentrum neben den USA
entwickelt. Die EU wird von den Interessen des Finanzkapitals, von den in den
EU-Staaten agierenden transnationalen Konzernen und Großbanken dominiert.
Sie ermöglicht internationalen Konzernen, auf einem von nationalen Grenzen
und kapitaleinschränkenden Regularien befreiten einheitlichen Markt zu
agieren. Die EU wurde in den letzten Jahren zu einer "politischen
Union" mit supranationalen Einrichtungen und Machtbefugnissen
ausgebaut.
Aus der Position der Stärke der westeuropäischen
Länder werden andere Märkte angegriffen. Unter der Flagge der EU
versuchen die ökonomisch stärksten europäischen Länder -
allen voran Deutschland - ihr eigenes Gewicht in der Weltpolitik und den
Einfluss auf den Weltmärkten zu verstärken. Es ist das offiziell
verkündete strategische Ziel der EU, in Lissabon im Jahre 2000 erarbeitet,
bis zum Jahre 2010 zur führenden Wirtschaftsmacht der Welt zu werden
und damit auch eine weltpolitische Stellung zu erreichen, die der der USA in
der Welt mindestens gleichkommt.
Mit der einheitlichen Euro-Währung gewinnen
hochproduktive Kernregionen an ökonomischer Kraft, unterentwickelte
Gebiete werden noch mehr marginalisiert. Insgesamt wird in Europa die Kluft
zwischen armen und reichen Regionen wachsen. In der Bundesrepublik Deutschland
betrifft dies vor allem die ostdeutschen Bundesländer.
Parallel zur weiteren wirtschaftlichen und politischen
Formierung dient auch der Ausbau einer eigenen Militärmacht dem Ziel, die
EU zu einer global agierenden imperialistischen Weltmacht auszubauen. Dazu
gehörten unter anderem die Schaffung einer schnellen Eingreiftruppe
für Einsätze bis zu 4000 Kilometer außerhalb Europas.
Mit dem Auf- und Ausbau und der Erweiterung der
Europäischen Union werden wichtige wirtschaftliche, soziale, innen- und
außenpolitische Grundentscheidungen immer weiter von den Bürgern
entfernt auf EU-Gremien verlagert. Ein EU-weites System der Erfassung und
Überwachung der Bevölkerung durch Vernetzung von Polizei,
Geheimdiensten und Justiz unter dem Mantel der
"Kriminalitätsbekämpfung" wurde geschaffen. Die
Nivellierung der Einwanderungs- und Asylrechtsbestimmungen auf das unterste
Niveau findet ihre Ergänzung in der Abschottung der "Festung
Europa" gegen unerwünschte Zuwanderung durch Zentralisierung der
Grenzpolizei.
Mit den "Konvergenzkritierien", dem
"Stabilitätspakt", der Schaffung des Euro und vielen weiteren
EU-Direktiven wurde eine koordinierte Politik des Sozialabbaus und der
Deregulierung der Arbeitsverhältnisse, der Reallohnsenkung, der
Einführung eines ausgedehnten Billiglohnsektors sowie der Privatisierung
öffentlicher Unternehmen und Dienstleistungen vorangetrieben. In allen
europäischen Staaten sind die Menschen mit der Zerstörung
sozialstaatlicher Errungenschaften, mit einer sozialreaktionären
Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik konfrontiert.
Der europäische Integrationsprozess ist nicht nur ein
Feld des Konkurrenzkampfes und der politischen Auseinandersetzung zwischen
verschiedenen Kräften der Bourgeoisie sondern vor allem unterschiedlicher
Klassenkräfte. Der imperialistische Grundcharakter der EU macht jede
Erwartung illusorisch, dass die "Europäische Union" ohne
grundlegenden Umbruch den Macht und Eigentumsverhältnissen zu einem
Gegenpol in der Welt werden könnte, der für Frieden, Demokratie und
gesellschaftlichen Fortschritt steht.
3. Sozialkahlschlag, Demokratieabbau und Militarisierung
Arbeit und soziale Gerechtigkeit - mit diesen Themen hatte
die SPD im September 1998 die Wahlen gewonnen. Doch die
SPD-Bündnisgrüne-Regierung enttäuschte die Erwartungen vieler
Menschen tief. Schnell bestätigte sich die Erfahrung, dass ein
Politikwechsel gegen Kapital und Kabinett durchgesetzt werden muss. Dies ist
unmöglich ohne den Druck einer starken außerparlamentarischen
Bewegung. Und diese Bewegung war als wirksame Kraft faktisch nicht
vorhanden.
So konnte es auch geschehen, dass die sozialdemokratisch
geführte Bundesregierung mit ihrem grünen Außenminister wenige
Monate nach der gewonnenen Wahl 1998 Deutschland in den Krieg führte.
Die Bundeswehr beteiligte sich am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der
NATO gegen Jugoslawien. Sie stellt Truppen für Einsätze am Horn von
Afrika und in Afghanistan. Sie war durch die Gewährung von
Überflugrechten, den Einsatz von Fuchs-Spürpanzern in Kuwait u.a.
indirekt beteiligt am Krieg gegen den Irak.
Hier zeigte sich, dass es nicht nur unterschiedliche
Ansichten über die Herangehensweise im Irak waren, die die
Schröder-Fischer-Regierung abhielten, sich direkt am Krieg zu beteiligen.
Es war auch die verbreitete Antikriegsstimmung unter den Menschen in diesem
Land, die zur Zurückhaltung zwangen. Das führte Hunderttausende zum
Protest gegen diesen Krieg auf die Straßen.
Nach der knappen Wiederwahl der SPD-Grünen-Regierung im
Jahr 2002 verstärkte die Koalition - getrieben durch die
Unternehmerverbände - ihre Bemühungen um den Abbau sozialer und
demokratischer Grundrechte in der Bundesrepublik Deutschland.
Reaktionärer Umbau der sozialen Sicherungssysteme
Die Vertreter des Kapitals sind angetreten jetzt auch
hierzulande weitere Errungenschaften der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung zu
beseitigen. Es geht ihnen um die Zerschlagung der Gewerkschaftsbewegung.
Schritte dazu sind die Aufhebung der Tarifautonomie, die
Beseitigung anderer Rechte, die in den Jahrzehnten erkämpft wurden, als
der Sozialismus als "unsichtbarer Verhandlungspartner" bei jeder
Auseinandersetzung "mit am Tisch" saß. Es geht auch um Teile
der Bestimmungen der Bismarckschen Sozialgesetzgebung und um die in der
Revolution vom 1918/19 errungenen Rechte.
Auch Grundforderungen der Verfassung der Bundesrepublik
Deutschland wie die nach der "Sozialpflichtigkeit des Eigentums"
(Artikel 14 GG) oder der Artikel 15 GG, der die
Möglichkeit der Vergesellschaftung von Grund und Boden, Naturschätzen
und Produktionsmitteln regelt, werden in Frage gestellt.
Das Ziel ist nicht weniger als die endgültige
Ablösung des bisherigen Regulierungsmodells des Kapitalismus der alten
BRD. Es war gekennzeichnet durch das Bemühen um Integration der
Arbeiterklasse und Erhalt des "sozialen Friedens" durch Steigerung
der Reallöhne und Entwicklung der Kaufkraft, durch Abfederung sozialer
Risiken für große Teile der Bevölkerung, durch
Entschärfung der Klassenkonflikte mit Hilfe der Ideologie der
"Sozialpartnerschaft", durch "Einbinden" der
Gewerkschaften.
Dies alles wird vom Kapital aufgekündigt. Die Politik
der sogenannten Sozialpartnerschaft, die nicht nur in der Systemkonkurrenz ihre
Funktion erfüllte, sondern über Jahrzehnte auch der Ruhigstellung
möglicher sozialer Protestpotenziale diente, entspricht nicht mehr den
objektiven Erfordernissen der gegenwärtigen Entwicklungsphase des
Kapitalismus. An die Stelle der "Sozialpartnerschaft" treten soziale
Polarisierung und Konfrontation. Mit der Agenda 2010 werden dafür
entscheidende weitere Schritte gegangen.
Hartz-Konzepte, Gesundheitsreform, Rentenklau als Teil der
Agenda 2010 stehen jedoch erst am Anfang der Politik von Kabinett und
Kapital zum reaktionären Umbau der Gesellschaft, zur Zerschlagung der
Sozialsysteme. Zugleich wird diese Situation genutzt, um die Bedingungen
für Schaffung und Reproduktion von "Eliten" zu verbessern.
Neue Formen der sozialen Spaltung
Bei starker Anbindung eines Teils der Arbeiterklasse an die
Profitinteressen des Kapitals werden wachsende Teile der Bevölkerung
ausgegrenzt und an den Rand der Gesellschaft gedrückt.
Massenarbeitslosigkeit ist eine Dauererscheinung geworden. Von gravierender
Bedeutung für die Zukunft ist die geplante weitere Aushöhlung der
bereits stark eingeschräkten Tarifautonomie.
Die Kapitalvertreter setzen die wachsende Arbeitslosigkeit
als Druckmittel zur Schwächung der Gewerkschaftsbewegung ein. Sie wollen
die Regulierung des Arbeitsmarktes und den sozialen und staatlichen Schutz der
Arbeitskraft aufbrechen, Tarifverträge aushebeln und den gesellschaftlich
geschaffenen Reichtum rücksichtslos zugunsten der großen Konzerne,
Banken und Versicherungen umverteilen.
Mit der Agenda 2010 geht es darum, diesen Prozess
voranzutreiben. Sie ist Teil des groß angelegten Versuchs, die wachsende
Zahl derer, die für die Verwertungsmaschine des Kapitals
überflüssig sind, aus dem sozialen und wirtschaftlichen Betrieb
auszusondern und zu marginalisieren und dies gleichzeitig zu legitimieren.
"Leistungsdruck", der weder auf individuelle
Leistungsfähigkeit noch auf soziale Belange Rücksicht nimmt,
Unsicherheit im Beruf, unabhängig von Ausbildung und Grad der
Qualifikation, Unsicherheit im ganzen Leben wird wieder zur prägenden
Erfahrung vieler Menschen. Dauerhafte Massenarbeitslosigkeit, Senkung der
Einkommen großer Teile der abhängig Beschäftigten, wachsende
und sich verfestigende Armut bis zur Verelendung und Polarisierung der
Gesellschaft werden bestimmende Erscheinungen. Selbst jener Teil der
Arbeiterklasse, der bislang in relativ gesicherten Verhältnissen lebte,
sowie Teile der Mittelschichten und der Intelligenz sind betroffen.
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger hat sich in den alten
Bundesländern seit 1973 vervierfacht, in den neuen Bundesländern hat
sie sich seit 1993 verdoppelt. Die Kürzung der Bezugsdauer des
Arbeitslosengeldes, die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe,
die Minderung der Altersbezüge verschärft die soziale Spaltung.
Durch den Verlust des Arbeitsplatzes, von sozialen
Beziehungen und Bindungen schwindet die subjektive Widerstandsbereitschaft.
Lethargie, Resignation, Verlust des Selbstwertgefühls, emotionale und
psychische Störungen sind die Folge. Arbeitslosigkeit wird immer mehr als
Ausschluss aus der Gesellschaft erlebt.
Neben Regionen im Westen der Bundesrepublik sind vor allem
die neuen Bundesländer betroffen. Hier ist - trotz anhaltender Abwanderung
junger, qualifizierter Fachkräfte - die Arbeitslosigkeit doppelt so hoch
wie im Bundesdurchschnitt. Tarifausschluss und Tarifbruch gehören in
Ostdeutschland bereits zum Alltag. Der Osten war und ist Experimentierfeld
für die gesamte BRD.
Veränderungen des politischen Systems
All diese Verschlechterungen im sozialen Bereich und der
Abbau demokratischer Rechte waren mit der SPD-Bündnisgrünen-Regierung
der letzten Jahren mit geringerem Widerstand durchzusetzen als mit einem
CDU/CSU-geführten Kabinett. Durch die traditionellen Beziehungen vieler
Gewerkschafter zur SPD war diese eher in der Lage, sozialen Protest zu binden.
Zugleich schien dem Kapital das Politikkonzept von SPD und
Bündnisgrünen eher geeignet, schnell auf neue Herausforderungen des
Prozesses der imperialistischen Globalisierung zu reagieren.
Mit der Zerstörung sozialstaatlicher Regulierungen und
demokratischer Rechte, mit den Kriegsbeteiligungen unter der
SPD-Bündnisgrünen-Regierung verloren diese Parteien jedoch an
Orientierungsfunktion und Legitimität. Die SPD verliert zugleich ihre
Fähigkeit, soziale Proteste wie in der Vergangenheit ruhig zu stellen.
Die Politik der führenden Vertreter von SPD und
Bündnisgrünen ist antireformerisch und sozialreaktionär. Sie
sind endgültig in das bürgerliche Lager übergegangen. Wenn es
dazu noch eines Beweises bedurft hätte, dann wurde er mit den
Maßnahmen zur Durchsetzung der "Agenda 2010" erbracht. Mit der
Teilnahme am Überfall der NATO auf Jugoslawien und der mittelbaren
Unterstützung der US-Aggression gegen den Irak sind SPD und
Bündnisgrüne zu imperialistischen Kriegsparteien verkommen.
Die SPD betreibt den reaktionären Umbau der Gesellschaft
in enger Zusammenarbeit mit der CDU/CSU. In den letzten anderthalb Jahrzehnten
sind viele Positionen der äußersten Rechten und neofaschistischer
Parteien eingegangen in Politik und Programm von CDU bzw. CSU.
Obgleich ihr Politikansatz und ihre Forderungen sich im
sozialen Bereich kaum von denen der SPD-Bündnisgrünen-Regierung
unterscheiden, sind CDU und CSU bei Wahlen Nutznießer dieser Situation.
Längst existieren Vorstellungen über eine "großen
Koalition" und über Schwarz-Grüne-Bündnisse. Die
politischen "Blöcke" sind austauschbar geworden.
Die Krise des parlamentarischen Systems in Deutschland wird
immer deutlicher. Wahlpolitisch äußert sich dies in wechselnden
Mehrheiten sowie darin, dass immer mehr Menschen sich der Wahl enthalten. Dies
auch, weil viele keine tatsächliche Alternative zu den bürgerlichen
Parteien sehen. Die Parteien und das politische System verlieren an
Bindekraft.
Die PDS, die sich oft kritisch zum Kapitalismus und zu den
politischen Verhältnissen in der BRD artikuliert, unterscheidet sich von
der DKP im wesentlichen in ihren weltanschaulichen Positionen, in ihrem
Parteiverständnis, in der Programmatik und zunehmend in der praktischen
Politik. Sie nimmt heute den Platz ein, den die SPD auf ihrer Wanderung nach
rechts freigemacht hat und spricht offenbar auch Menschen an, die sich vor
einiger Zeit durch die Grünen vertreten sahen.
Die PDS hat mit ihren Regierungsbeteiligungen in
Mecklenburg-Vorpommern und vor allem in Berlin an Glaubwürdigkeit verloren
und ihre Möglichkeiten nicht wahrgenommen, sich als politische Gegenkraft
zu formieren, die vor allem auf außerparlamentarischen Widerstand und
dessen Organisierung setzt.
Aufgrund der labilen parlamentarischen Situation sind
jähe Wenden, auch Neuwahlen, möglich. Es gibt gegenwärtig neue
Chancen für die Entwicklung politischen Bewusstseins aber auch die Gefahr,
dass politische Parteien und Organisationen, die mit sozialer und nationaler
Demagogie auftreten, verstärkt Zulauf erhalten.
Der Protest drängt auf die Straße, ohne dass es
eine wirksame politische Kraft gibt, die diesen Protest organisiert,
bündelt und weitergehende Ziele formuliert. Auf der einen Seite wäre
dies Aufgabe der Gewerkschaften und der neuen sozialen Bewegungen.
Zudem wird deutlicher, wie sehr diese Situation nach einer
starken antikapitalistisch-antiimperialistischen, internationalistischen,
marxistischen Kraft verlangt, die konsequent handelt. Eine Kraft, die in der
Lage ist, nicht nur Ursachen und Tendenzen der gegenwärtigen Entwicklung
aufzudecken, sondern auch gesellschaftliche Alternativen zu formulieren und ,
in die gesellschaftlichen Bewegungen einzubringen.
Staatliche Politik im Interesse des Großkapitals
Die Unternehmerverbände, Vorstände der großen
Konzerne, Versicherungen und Banken und ihre politischen Vertreter bringen
immer stärker alte Forderungen - "modern" formuliert - in die
politische Auseinandersetzung in unserem Land ein. Das Tempo der Durchsetzung
von Regelungen und der Verabschiedung von Gesetzen wird erhöht.
Kaum ein Tag vergeht, an dem sie nicht - über die
weitgehend gleichgeschalteten Medien - neue Angriffe auf die Rechte der
Beschäftigten und Arbeitslosen, die Kampffähigkeit der Gewerkschaften
und Betriebsbelegschaften starten. Sie halten die Zeit für günstig
ihre Gier nach mehr Umsätzen, steigenden Renditen, wachsenden Gewinnen und
höheren Profiten uneingeschränkt durchzusetzen.
Der Ausfall der Löhne als Kaufkraft auf dem Binnenmarkt
wird durch gesteigerte Exportfähigkeit und verbesserte Profitbedingungen
für die Konzerne - Dreh- und Angelpunkt aller Maßnahmen -
ausgeglichen.
Mit dem Abbau bürgerlich-demokratischer Rechte, mit
Maßnahmen wie der Übergabe von immer mehr Vollmachten an den
Bundesgrenzschutz, der zur Bundespolizei ausgebaut wird, dem großen
Lauschangriff, dem Aufbau der sich jeder demokratischen Kontrolle entziehenden
Europolizei und dem möglichen Einsatz der Bundeswehr im Innern werden
Voraussetzungen geschaffen, jeden ernsthaften Widerstand zu unterdrücken.
Und für alle Fälle liegen die Notstandsgesetze in der Schublade.
Staatliche Politik hat nach Auffassung der
Unternehmervertreter die Aufgabe,
- die nationale Ökonomie in die kapitalistische
Weltwirtschaft zu integrieren und den "Standort" für die
großen, weltweit agierenden Monopolgesellschaften attraktiv zu
machen;
- dafür sozialpolitisch sowie außen- und
innenpolitisch die Voraussetzungen zu schaffen.
Dazu dienen die Agenda 2010, die Maßnahmen zur
Einschränkung von politischen und Bürgerrechten, aber auch der Umbau
der Bundeswehr, der Aufbau von Spezialeinsatzkräften und die Pläne
für den Einsatz der Bundeswehr nach innen.
Imperialistische deutsche Politik findet ihren Ausdruck in
vielfältigen politischen, ökonomischen, antisozialen und
antidemokratischen Aktivitäten im Inneren, in der EU, in imperialistischen
Militärbündnissen und der Politik internationaler Institutionen. Mit
den im Sommer 2003 verabschiedeten neuen Verteidigungspolitischen
Richtlinien bekennt sich die SPD-Bündnisgrüne Regierung zur
NATO-Mitgliedschaft und zum Bündnis mit den USA. Besonderes Augenmerk wird
auf die Militarisierung der EU und den Aufbau einer EU-Militärmacht sowie
den Umbau der Bundeswehr gerichtet.
4. Für eine Wende zu demokratischer, sozialer und
ökologisch orientierter Politik: Das Kräfteverhältnis
verändern!
4.1. Arbeiterklasse und Gewerkschaftsbewegung
Die entscheidende Kraft um politische Veränderungen in
Deutschland und weltweit durchzusetzen ist und bleibt die Arbeiterklasse.
Gesellschaftlicher Fortschritt ist heute und künftig nur
denkbar, wenn in breiter Aktionseinheit und in Bündnissen gehandelt wird.
Es ist notwendig und möglich, dass Arbeiter, Angestellte, Beamte, deutsche
und ausländische Kolleginnen und Kollegen, sozialistisch,
sozialdemokratisch und kommunistisch organisierte, parteilose und christlich
orientierte Arbeiter zusammenwirken.
Dieses Zusammengehen mit ganzer Kraft zu unterstützen,
stets das Einigende in den Vordergrund zu rücken sowie mit Geduld und
Aufgeschlossenheit gemeinsame Aktionen durchzuführen, das ist ein
Grundsatz der DKP.
Die Politik der Aktionseinheit mit diesen Kolleginnen und
Kollegen in Betrieben und Gewerkschaften ist von entscheidender Bedeutung, um
erfolgreich soziale und politische Ziele durchzusetzen. Ziel dieser
Zusammenarbeit ist aber auch, notwendige Diskussionen zu fördern, um
Einsichten zu erreichen.
Die größte fortschrittliche Kraft und Organisation
der Arbeiterklasse sind die Gewerkschaften. Die aktive Mitarbeit in den
Gewerkschaften für die Rechte und Interessen der Arbeiterklasse war immer
und bleibt ein Schwerpunkt kommunistischer Politik.
Die Gewerkschaften sollen einerseits für eine
Modernisierungskoalition missbraucht werden, bei der es darum geht, die
heimischen Investitions- und Produktionsbedingungen, den "Standort",
für in- und ausländisches Kapital attraktiv zu machen. Zugleich soll
die Kampffähigkeit der Gewerkschaften zerschlagen werden, um den
Widerstand gegen den reaktionären Umbau der Gesellschaft zu
schwächen.
Zugleich aber wächst der Gegensatz der gewerkschaftlich
organisierten Teile der Arbeiterklasse zur Politik von SPD und
Bündnisgrünen. Daraus ergeben sich neue Chancen, dass
Klassenbewusstsein entsteht, wenn Erfahrungen im Kampf um die eigenen
Interessen gewonnen und klassenkämpferische Positionen in die
Auseinandersetzungen eingebracht werden.
Wir Kommunistinnen und Kommunisten arbeiten in Betrieben und
Gewerkschaften an der Formierung von Gegenwehr. Dies ist das wichtigste Feld
politischer Aktivität. Hier muss sich die DKP unmittelbar als Partei der
Arbeiterklasse erweisen.
Wir beteiligen uns zugleich an dem Prozess der Sammlung von
Kräften wie der Gewerkschaftslinken, die den Klassenwiderspruch in dieser
Gesellschaft erkennen und auf gewerkschaftliche Gegenwehr statt auf
"Sozialpartnerschaft" orientieren. Gemeinsam mit allen
klassenorientierten und kämpferischen Gewerkschaftern setzen wir uns
für den ursprünglichen Zweck der Gewerkschaften ein, der Konkurrenz
der Arbeitenden untereinander entgegenzuwirken.
Es liegt auch an uns und an der Linken insgesamt, einen
Beitrag zu leisten, dass die Linie einer autonomen, klassenorientierten
Gewerkschaftspolitik wieder stärker wird und systemkritische sowie
sozialistische Positionen erörtert werden.
Intensiviert werden muss die Zusammenarbeit der
Gewerkschaften auf europäischer und internationaler Ebene, um ein
Ausspielen nationaler Belegschaften gegeneinander zu verhindern und gemeinsam
zu handeln.
4.2. Neue soziale Bewegungen im Aufbruch
Seit dem Weltwirtschaftsgipfel 1992 in München formiert
sich neben - und teilweise gemeinsam - der Arbeiterbewegung eine Bewegung gegen
die imperialistische Globalisierung. Sie wendet sich gegen die
menschenverachtende Politik der Weltbank und des internationalen
Währungsfonds (IWF). Sie prangert die Rolle und Verantwortung der G7
für die Lebensverhältnisse auf dieser Erde an. Die Bewegung richtet
sich ebenfalls gegen die vom Gipfeltreffen der EU festgelegte Politik,
international und in den Mitgliedsländern soziale und politische
Verhältnisse reaktionär zu verändern. Sie führt Kongresse,
Aktionen und Demonstrationen durch. Neue Organisationen entstehen, die sie mit
prägen.
Diese Bewegung repräsentiert unterschiedliche politische
und soziale Kräfte. Sie vereint Menschen unterschiedlicher Weltanschauung,
deren Motive zur Aktion in den erlebbaren Folgen imperialistischer
Globalisierung gründen. Die machtvollen Demonstrationen gegen
G7-Gipfeltreffen sind Ausdruck des Willens gerade junger Menschen gegen die
Auswirkungen der herrschenden Politik zu protestieren, andere
Lebensperspektiven und gesellschaftliche Alternativen zu fordern.
Diese übernationale Bewegung ist eine große
Chance. Der internationale Charakter der Proteste und ihre zunehmende
Vernetzung stellen eine neue Qualität der Protestbewegungen dar. Diese
Bewegung kann zur Antwort breiter gesellschaftlicher Gegenkräfte auf die
Entwicklung des Imperialismus werden.
Die Wirksamkeit der Bewegung wird jedoch davon
abhängen,
- wie weit es gelingt, den revolutionären, auf
Gesellschaftsveränderung orientierenden Teil dieser Bewegung zu
stärken und eine außerparlamentarische Opposition zu entwickeln, die
über gesellschaftliche Perspektiven und Alternativen diskutiert und in
diese in wirkungsvollen Aktionen vertritt.
- wie umfassend es gelingt, internationale Klassenkämpfe mit
vielfältigen Aktionen gegen die Folgen der imperialistischen
Globalisierung zu verbinden.
- Ob es gelingt, neue Kampfformen zu diskutieren und zu
entwickeln, die geeignet sind, politische Forderungen durchzusetzen -
z. B. international vernetzte Streikaktionen.
Notwendig ist eine engere Zusammenarbeit der Antikriegs- und
Friedensbewegung, der Bewegung gegen Sozialabbau, der Ökologiebewegung und
internationalistischer Solidaritätsgruppen sowie jener Bewegungen, die
sich für die Verteidigung demokratischer Grundrechte einsetzen. Dafür
gibt es erste Ansätze.
Aufgabe der Kommunistinnen und Kommunisten und ihrer Parteien
ist es,
- als Bestandteil dieser Bewegungen zu wirken, Partner zu sein
bei Aktionen und in Diskussionen. Standpunkte, Analysen, Vorschläge zu
Perspektiven und Alternativen einzubringen und Initiativen zu entwickeln.
Unsere Aufgabe ist es, dazu beizutragen, die Bewegungen zusammen zu
führen.
- einen Beitrag zur Formierung solcher Bewegungen zu leisten, in
sie Klassenpositionen sowie unsere Auffassungen über notwendige
künftige Entwicklungen - einschließlich einer gesellschaftlichen
Alternative, des Sozialismus - einzubringen.
- zur internationalen Vernetzung der Bewegungen und zu
wirkungsvollen gemeinsamen internationalen Aktionen bei zu tragen. Immer
weniger ist dieser Widerstand - sowohl bei den Kämpfen von Betriebs- bzw.
Konzernbelegschaften als auch im gewerkschaftlichen Bereich, den sozialen
Bewegungen, der Friedensbewegung und im antifaschistischen Kampf - auf einen
Betrieb, eine Region, ein Land beschränkbar.
Die Forderung des Manifestes der Kommunistischen Partei
"Proletarier aller Länder, vereinigt Euch" erhält im
Zusammenhang mit den aktuellen sozialen und politischen Auseinandersetzungen an
Gewicht. Dies verlangt von kommunistischen und revolutionären Parteien
auch eine neue Form der Zusammenarbeit, um in den breiten Bewegungen gegen die
imperialistische Globalisierung, gegen Sozial- und Demokratieabbau zu
wirken.
Die DKP tritt für eine gleichberechtigte, solidarische
Zusammenarbeit mit anderen linken Parteien in der Bundesrepublik Deutschland,
in Europa und weltweit ein. Gleichzeitig halten wir eine Zusammenarbeit der
marxistischen Linken - der kommunistischen Arbeiterparteien - in Europa und in
der Welt notwendig. Für die Zusammenarbeit in Europa schlagen wir die
Bildung eines Netzwerkes kommunistischer und Arbeiterparteien vor. Bisherige
Formen des Meinungsaustauschs sollten zu einer koordinierten Zusammenarbeit
weiter entwickelt werden.
Notwendig ist eine verstärkte internationale
Zusammenarbeit linker Parteien und Organisationen auf der Grundlage der
Gleichberechtigung, Solidarität sowie gegenseitiger Akzeptanz der
Unterschiede. Es darf keine Ausgrenzung geben.
4.3. Den Widerstand gegen Kriegspolitik, Sozial- und
Demokratieabbau verstärken - das Kräfteverhältnis verändern
- für eine gesellschaftliche Alternative kämpfen!
Es gilt, dem reaktionären Umbau der Gesellschaft eine
Alternative entgegenzusetzen. In den Kämpfen gegen die menschenfeindliche
Ideologie und Gesellschaftskonzeption der kapitalistischen Gesellschaft
müssen die Kräfte gesammelt werden zur Durchsetzung fortschrittlicher
Reformen, für eine Wende vom Abbau und der Zerschlagung sozialer und
demokratischer Errungenschaften zu demokratischer, sozialer und ökologisch
orientierter Politik.
Die finanziellen Mittel für solche Reformen sind
vorhanden: Im Reichtum und den Spekulationsmilliarden der Konzerne, der Banken
und Versicherungen, bei den Vermögen der Superreichen, im
Rüstungshaushalt.
Das hauptsächliche Hindernis für den
gesellschaftlichen Fortschritt ist die ökonomische und politische Macht
der Monopolbourgeoisie. Das heißt zunächst: Ohne Maßnahmen
gegen die transnationalen Konzerne, gegen das Großkapital, wird eine
Umverteilung des Reichtums von Oben nach Unten, von den privaten
Supervermögen in die öffentlichen Haushalte, von den entwickelten
imperialistischen Staaten zu den Menschen, die in anderen Regionen Not leiden,
nicht möglich sein.
Die DKP trägt dazu bei, dass möglichst breite
gesellschaftliche Kräfte, deren Interessen im Widerspruch zur Politik der
herrschenden Monopolbourgeoisie und ihrer politischen Vertreter stehen, in der
BRD sowie im internationalen Rahmen in Bündnissen und Bewegungen für
die Verteidigung demokratischer und sozialer Errungenschaften und zur
Veränderung des politischen Kräfteverhältnisses zugunsten der
Arbeiterklasse zusammenwirken.
Die DKP hält es für möglich und
erstrebenswert, dass im Ergebnis des Kampfes gegen das Großkapital
grundlegende antimonopolistische und demokratische Umgestaltungen durchgesetzt
werden können, die den Weg zum Sozialismus frei machen.
Aber all diese Maßnahmen wären nur erste Schritte
zur grundlegenden und dauerhaften Veränderung der gesellschaftlichen
Verhältnisse, zum Bruch mit den bestehenden Macht- und
Eigentumsverhältnissen. Die Zurückdrängung und schließlich
Überwindung der Herrschaft dieses mächtigsten Teils der Bourgeoisie
ist die entscheidende Voraussetzung für die Öffnung des Weges zum
Sozialismus.
5. Die Zukunft - der Sozialismus
Die Alternative zum gegenwärtigen System des
Kapitalismus ist eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an den
entscheidenden Produktionsmitteln durch gesellschaftliches Eigentum ersetzt
ist.
Als Ergebnis der Kämpfe breiter Massenbewegungen muss
der Bruch mit den bestehenden Macht- und Eigentumsverhältnissen stehen und
damit die Aufgabe eine neue Gesellschaft aufzubauen, in der die Wünsche
und Hoffnungen der Menschen auf eine sozial gerechte, friedliche, solidarische
Welt Wirklichkeit werden.
Die DKP geht davon aus, dass dies nur eine Gesellschaft
verwirklichen kann, in der durch die Überwindung des Profitprinzips die
Ergebnisse der Produktion zur Befriedigung der gesamtgesellschaftlich
geregelten Bedürfnisse der Menschen dienen. Diese Gesellschaft ist der
Sozialismus, eine Gesellschaft, die die Ausbeutung des Menschen durch den
Menschen beseitigt. Er ist mit dem Privateigentum an den entscheidenden
Produktionsmitteln unvereinbar.
An die Stelle der Herrschaft des Kapitals tritt die Macht der
Arbeiterklasse im Bündnis mit den anderen Werktätigen, mit allen
antikapitalistisch-antiimperialistisch orientierten Kräften. Schon in der
Anfangsphase müssen Voraussetzungen geschaffen werden, dass sozialistische
Demokratie zur dauerhaften Grundlage der neuen Gesellschaft wird.
An die Stelle konkurrierender Einzelinteressen treten
Frieden, globale Verantwortung, internationale Solidarität, Achtung der
unveräußerlichen Menschenrechte, Demokratie, planmäßiger
Einsatz aller Produktivkräfte und die Möglichkeit der freien
Entwicklung der Individuen.
Wie dieser Prozess sich vollziehen wird, ist heute offen.
6. Die DKP stärken - einheitlich handeln!
Die DKP steht in der Tradition der kommunistischen Bewegung.
Sie ist hervorgegangen aus dem mehr als 150jährigen Kampf der deutschen
und internationalen Arbeiterbewegung gegen kapitalistische Ausbeutung und
Unterdrückung, gegen Militarismus und Krieg. In ihr haben sich
Kommunistinnen und Kommunisten organisiert, um gemeinsam gegen die herrschenden
Verhältnisse, für demokratische und soziale Grundrechte, für
Frieden, Antifaschismus, für den Bruch mit den bestehenden
Verhältnissen und eine gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus, den
Sozialismus, zu kämpfen. Sie eint die
antikapitalistisch-antiimperialistische, antimilitaristische, antifaschistische
und antirassistische Grundüberzeugung. Gemeinsames weltanschauliches
Fundament ist und bleibt der Marxismus, die Theorien von Marx, Engels und
Lenin.
Wir folgen auch künftig unserer Überzeugung:
"Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen. Wer sich befreien
will, braucht Genossen. Wer Kraft entfalten will, muss sich organisieren. Wer
ein freies menschliches Leben erringen, die Zukunft gewinnen will, muss
kämpfen."
Der Zusammenhalt und die Aktionsfähigkeit unserer Partei
beruhen in erster Linie auf gemeinsamen politischen und ideologischen
Grundüberzeugungen und der kollektiven Weiterentwicklung der
wissenschaftlichen Weltanschauung.
Um eingriffs- und handlungsfähig zu sein, muss die DKP
als Partei des wissenschaftlichen Sozialismus, als marxistische Partei der
Arbeiterklasse entwickelt und gestärkt werden. Es geht darum, neue
Mitstreiter, vor allem aus der Arbeiterjugend, zu gewinnen.
Die DKP hat die besondere Aufgabe
- ihre Arbeit auf die organisierte Arbeiterklasse und die
Betriebsbelegschaften auszurichten. Die Belegschaften der Großbetriebe
sind nicht nur die ausschlaggebende gesellschaftlich Kraft, der Betrieb ist
auch der Ort, an dem der Interessenkonflikt zwischen Kapital und Arbeit direkt
erfahrbar wird.
- durch Präsenz vor dem Betrieb (mit Betriebszeitungen) und
im Betrieb (über engagierte Interessenvertretung, Betriebsaktive und
Betriebsgruppen) vor allem für jüngere Beschäftigte als
Klassenpartei attraktiv zu werden. Deshalb sind alle Organisationsebenen
aufgerufen, die Betriebsorientierung in ihrer Arbeit zu verstärken.
- in den Kommunen, in Stadtteilen und Bürgerinitiativen
gegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums wie der
Wohnungsgesellschaften, der Krankenhäuser, der Wasser-, Energie- und
Verkehrsbetriebe, gegen Einschnitte und Kürzungen im Bildungs-, Kultur-
sowie im sozialen Bereich zu kämpfen. Wir treten ein gegen die
Privatisierung kommunalen und staatlichen Eigentums und die Einschränkung
demokratischer Rechte. Wir kämpfen gegen die Militarisierung des
Gesundheitswesens. Wir sind aktiv in antifaschistischen und antirassistischen
Bündnissen.
- ihr Profil für Jugendliche stärker zu entwickeln. Das
heißt nicht nur die SDAJ und den AMS mehr zu unterstützten. Es geht
zugleich um ein jugendpolitisches Profil der DKP, um die Entwicklung einer
entsprechenden Politik vor Ort. Jüngeren Kommunistinnen und Kommunisten
muss mehr Verantwortung übertragen werden. In der DKP und vor allem nach
außen müssen wir gemeinsam mit der SDAJ die Rechte Jugendlicher
stärker zum Gegenstand unserer Politik machen und aktiv für sie
eintreten. Persönliche Kontakte mit Jugendlichen aus der Gewerkschaft,
Schüler- und Studierendenvertretungen, aus Jugend- und
Auszubildendenvertretungen sind zu suchen.
Wir müssen in unserer gesamten Aktionstätigkeit
offensiver, sichtbarer, hörbarer auftreten: durch die Herausgabe von
Betriebs-, Wohngebiets- und Stadtzeitungen, öffentliche Veranstaltungen,
Kulturveranstaltungen, sichtbares Auftreten bei Demonstrationen, Verkauf von
marxistischer Literatur, Info-Stände, attraktive Präsentation im
Internet, stadtteil- oder betriebsbezogene Aktivitäten ebenso wie eine
systematischere Mitgliederwerbung vor allem unter der Jugend und in den
Betrieben.
Wir arbeiten an der marxistischen Bildung unserer Mitglieder
und an der Kultur der innerparteilichen Diskussion zu weltanschaulichen und
politischen Grundfragen sowie zur Programmatik der Partei. Wir arbeiten weiter
an einem neuen Programm.
Wir wollen nicht nur die Bildungsmöglichkeiten für
junge bzw. neue Mitglieder verbessern, sondern alle Möglichkeiten nutzen,
unsere Bildungsangebote zu verbreiten. Dafür werden auch die
Möglichkeiten, die das Internet bietet, stärker genutzt.
Die Debatte mit anderen Marxisten in diesem Land sowie
international zur Analyse des heutigen Imperialismus und der Suche nach Wegen
zu seiner Überwindung sowie zu Zukunftsvorstellungen kann sowohl die
marxistische Theorie bereichern, wie auch uns helfen, Ausstrahlung als kreative
kommunistische Partei zu gewinnen.
Besondere Bedeutung hat die finanzielle Sicherstellung der
Herausgabe der "UZ - Zeitung der DKP", die Gewinnung von Abonnenten
und der verstärkte Freiverkauf. Mit dem "Pressefest der UZ -
Volksfest der DKP" werden wir im Jahr 2005 wieder ein großes linkes
Volksfest und ein Treffen verschiedener Strömungen der Linken
organisieren.
Die DKP hat an vielen fortschrittlichen Bewegungen unseres
Landes Anteil. Um dem härter werdenden Klassenkampf von Oben etwas
entgegenzusetzen, sind weltanschaulich und politisch konsequentes Denken,
klassenbewusstes Handeln und Klarheit über das sozialistische Ziel
nötig.
Das engagierte Wirken der Kommunistinnen und Kommunisten der
DKP - eine stärkere und dynamischere DKP - wird zu einem Aufschwung der
Kämpfe zur Verteidigung der Rechte der arbeitenden Menschen beitragen.
Wir, die Mitglieder der DKP,
- wollen unsere Kräfte konzentrieren und uns im Bündnis
mit anderen fortschrittlichen politischen Kräften in Bewegungen und
Organisationen in die Klassenauseinandersetzungen einmischen um eine breite
außerparlamentarische Opposition zu schaffen. Der Macht des Kapitals muss
in diesem Land sowie international eine breite Bewegung von Unten
entgegengesetzt und das Kräfteverhältnis verändert werden!
- orientieren auf das partnerschaftliche Zusammenwirken und das
gemeinsame Handeln aller Menschen, Organisationen und Vereinigungen in diesen
Bewegungen, unabhängig von ihrer sonstigen politischen oder
weltanschaulichen Überzeugung, zur Veränderung der
Verhältnisse!
- bringen in diese Bewegungen Klassenpositionen und unsere
Vorstellungen einer gesellschaftlichen Alternative ein. Notwendig ist es,
über konkrete Aktionen hinaus in den Bewegungen jetzt gemeinsame mittel-
und langfristige gesellschaftspolitische Ziele zu bestimmen!
- beteiligen uns an dem Prozess der Sammlung von Kräften,
die den Klassenwiderspruch in dieser Gesellschaft nicht ignorieren und auf
Gegenwehr statt auf "Sozialpartnerschaft" orientieren!
Die DKP hat dem Kapitalismus entschieden den Kampf angesagt.
Die Organisation von Gegenwehr braucht eine starke DKP!
6. Tagung des DKP-Parteivorstands am
14./15. Februar 2004
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