22.11.2017

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Verhöhnung der Opfer

Stellungnahme des Friedensbündnisses Karlsruhe zum Auftritt des Heeresmusikkorps Ulm am 9. November 2017 in der Badnerlandhalle Karlsruhe

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 - auch Reichskristallnacht oder Reichspogromnacht genannt - wurden vom nationalsozialistischen Regime Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich verübt. Dabei wurden etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung. Die geplante Vernichtung der Juden konnte nur im Schatten des verbrecherischen Krieges der Wehrmacht verwirklicht werden.

Angesichts der in den letzten Jahren bekannt gewordenen Fälle von Verherrlichung der Wehrmacht und Nazizeit in der Bundeswehr (es sei nur an den „Fall Franco A.“ erinnert) ist der Auftritt des Heeresmusikkorps Ulm an diesem denkwürdigen Tag eine Verhöhnung der Opfer. Das Friedensbündnis Karlsruhe lehnt das Übertünchen des Charakters einer Armee mit feierlicher Musik – und ganz besonders an so einem Gedenktag – entschieden ab.

Friedensbündnis c/o Sonnhild Thiel suthiel@t-online.de

2017-10-30 19:35:48

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