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Wahlaufruf der WählerInnen-Initiative für
DIE LINKE:
Wahlaufruf
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf:
- Gehen Sie bitte am 18. September zur Wahl.
- Dieses Mal gibt es eine Alternative.
- Wählen Sie die Linkspartei!
eine faktische Koalition der neoliberalen Parteien SPD, GRÜNE,
CDU/CSU und FDP demontiert seit Jahren den Sozialstaat und schickt die
Bundeswehr in Kriegseinsätze, ohne dass es im Parlament dagegen
Widerspruch gibt. Weil wir nicht tatenlos zusehen wollen, wie dieser
verhängnisvolle Weg, der Millionen in die Arbeitslosigkeit gestürzt
hat, ab dem 18. September in neuer Zusammensetzung fortgesetzt wird,
unterstützen wir das Linksbündnis aus WASG und PDS (DIE LINKE).
Wir sind nicht mit allen politischen Vorstellungen bzw. der politischen
Praxis der beiden Parteien einverstanden, wir wollen aber, dass endlich eine
Opposition gegen die neoliberale Politik eine Chance im Parlament bekommt.
Deswegen gibt es bei der bevorstehenden Wahl für uns keine Alternative zur
Linkspartei.
Wir wollen, dass sich die Linkspartei nicht als bloßer Wahlverein
versteht, sondern neue Formen einer engen Zusammenarbeit mit der
außerparlamentarischen Bewegung erprobt und daraus die Kraft für die
Forderung nach einem grundlegenden Politikwechsel schöpft. Eine
grundsätzliche Frage der Glaubwürdigkeit ist es daher, dass sich die
Linkspartei weder an einer Regierung mit neoliberalen Parteien beteiligt noch
diese toleriert.
Grundlegender Politikwechsel bedeutet für uns:
- Sozialstaat erhalten,
- Militarisierung zurücknehmen,
- Auf Solidarität besinnen,
- Demokratie praktizieren.
Sozialstaat erhalten
"Eine Gesellschaft, in der der Mensch und nicht der Profit im
Mittelpunkt steht, in der die Menschen sich nicht bis zur Unkenntlichkeit den
Bedürfnissen der Wirtschaft unterordnen, sondern die Wirtschaft den
Menschen nützen muss, ist der Horizont, den wir nicht aus den Augen
verlieren dürfen."
Bernd Riexinger, geschäftsführendes Landesvorstandsmitglied der
WASG Baden-Württemberg
Wir fordern, dass die Demontage des Sozialstaats durch Umverteilung von Oben
nach Unten rückgängig gemacht und Arbeitsplätze geschaffen
werden.
Das heißt: Weg mit Hartz IV und Agenda 2010. Milliardensteuergeschenke
an Großunternehmen zurücknehmen und ein öffentlich finanziertes
Investitionsprogramm auflegen. Existenzsichernde Arbeit für alle und
sichere Renten. 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich.
Ausbildungsplätze für alle Jugendlichen.
Militarisierung zurücknehmen
Wir halten überzeugende Beiträge der Bundesrepublik zu
ausschließlich zivilen Konfliktlösungen in den internationalen
Beziehungen und eine Kehrtwende weg von der militarisierten Außenpolitik
für notwendig.
Das heißt: keine Interventionstruppen, Rückführung aller
deutschen Truppen aus dem Ausland, keine militärischen
Auslandseinsätze und drastische Einsparungen im Rüstungshaushalt. Wir
wollen ein Europa des Friedens und der Abrüstung statt
Militärmachtstreben und Aufrüstungsgebot.
Auf Solidarität besinnen
Wir sind gegen das Vorrecht des wirtschaftlich Stärkeren in den
internationalen Handelsbeziehungen und für Solidarität mit Armen,
Erwerbslosen, Benachteiligten, MigrantInnen und Flüchtlingen. Wir wollen
weg von neoliberaler Standortlogik und gnadenlosem Konkurrenzdenken, um Krisen,
Krieg und Terror entgegen zu wirken.
Das heißt auch: Wiederherstellung des Asylrechts und Abschaffung der
"Festung Europa". Ächtung von nationalistischer und
rassistischer Stimmungsmache und Auflösung aller neonazistischen
Organisationen und Gruppen. Wirksame Entwicklungshilfe und vollständige
Entschuldung.
Demokratie praktizieren
Unser Selbstverständnis
Wir sind eine unabhängige WählerInnen-Initiative und finanzieren
unsere Tätigkeit aus eigenen Mitteln. Für eine Spende wären wir
dankbar. Solidaritätskonto: Wähler-Ini, Kto.Nr. 123 7221, Sparkasse
Ettlingen, BLZ 660 51220. Möchten Sie die WählerInnen-Initiative
organisatorisch unterstützen, wenden Sie sich bitte an die unten
angegebene Adresse.
WählerInnen-Initiative für DIE LINKE, D. Schulze, Poststraße 8,
76137 Karlsruhe,
VVN.KA@t-online.de
Wir wollen eine Demokratie als wirkliche Volkssouveränität.
Das heißt: Rücknahme von Schilys Sicherheitspaketen als
schwerwiegende Eingriffe in Bürgerrechte und rechtsstaatliche Prinzipien.
Mitbestimmung auf allen Ebenen. Chancengleichheit und Geschlechterdemokratie.
Gegen einen EU-Verfassungsvertrag mit Übermacht der Exekutive.
Volksabstimmung über diesen Vertrag. Mehr direkte Demokratie.
Wenn wir unsere Stimme nicht nur abgeben, sondern auch erheben - in den
Betrieben und auf der Straße - besteht die Chance, einen Politikwechsel
durchzusetzen!
4. August 2005
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