21.01.2020

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Die Polizei wird immer brutalen bei Demonstrationen und setzt gezielt Gummigeschosse ein

Chile erlebt die größten Demonstrationen seit dem Ende der Diktatur. Was als Protest gegen höhere U-Bahn-Preise startete, mündete in die Systemfrage für Präsident Piñera und seine Regierung. Jetzt soll eine neue Verfassung die Lösung bringen.

Die Trommeln gehören dazu, genauso wie der beißende Geruch von Tränengas – deswegen hat Franco Valdés neben Heften und Büchern immer auch eine Gasmaske im Schulrucksack. Aber nicht nur das. Scharfschützen benutzen Gummigeschosse und haben bereits über 200 Demonstranten ein Auge herausgeschossen.

Aber auch in Europa ist die Polizei nicht zimperlich beim Einsatz mit Gummigeschossen.

Kürzlich setzten belgische Nato-Soldaten Gummigeschosse gegen afghanische Demonstranten ein. Die Polizeikorps in der Schweiz setzen Gummischrotwerfer auf der Basis des W 73/MZW 91 ein, die ein Paket von 35 sechseckigen, 10 Gramm schweren Hartgummiprojektilen verschießen. Auch in Deutschland werden Gummigeschosse von der Polizei vereinzelt eingesetzt, so zum Beispiel während der Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg 2017.

Die Guardia Civil in Spanien setzt Schießbecher als Aufsatz auf Repetierschrotflinten (sog. „Pump-Gun“) ein. Aus diesen Waffen werden mit Hilfe einer Starterpatrone verschiedene Projektile aus dem Becher geschossen. Wie in der Schweiz sind diese Waffen in der Lage, sowohl Gummigeschosse, Gummischrotpakete oder Tränengasgeschosse zu verschiessen. Nachweislich kamen Gummigeschosse bei den Auseinandersetzungen um die Unabhängigkeit Kataloniens von spanischen Polizeieinheiten zum Einsatz und führten zu zahlreichen Verletzungen. Durch die verheerenden Folgen des Einsatzes von Gummigeschossen durch diverse französische Polizeien während der Gelbwesten-Proteste (ab 17. November 2018) geriet der Einsatz dieser Waffen wieder in die Diskussion. In Frankreich verloren durch die Geschosse mindestens 20 Personen ein Auge.

Die deutsche Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnte den Einsatz von Gummigeschossen ab. Deren ehemaliger Vorsitzender Konrad Freiberg sagte, Distanzwaffen mit Gummigeschossen seien kein geeignetes Einsatzmittel, die Gefahr für Unbeteiligte sei zu groß. Frank Richter, Vorsitzender der GdP Nordrhein-Westfalen, erklärte 2012 in diesem Zusammenhang: „Wer Gummigeschosse einsetzen will, nimmt bewusst in Kauf, dass es zu Toten und Schwerverletzten kommt. Das ist in einer Demokratie nicht hinnehmbar.“ Im Gegensatz dazu forderte die Deutsche Polizeigewerkschaft die Einführung von Gummigeschossen. Rainer Wendt, der Bundesvorsitzende, äußerte sich dahingehend, dass die geeigneten Distanzmittel zwischen 30 und 40 Metern fehlen.

Quelle: Wikipedia, DL-Radio Kultur


2019-12-15 21:51:26

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